Sonntag, 1. Februar 2015

{Lecker Bakery} #Rudelbackenahoi - Hochzeitstorte aus Browniekuchen mit Cream-Cheese-Füllung

Das Rezept, das ich heute für euch von ihr im Gepäck habe, ist aus der aktuellen Lecker Bakery.
Diese Ausgabe ist wieder einmal sehr gelungen und ich konnte mich kaum entscheiden was ich daraus als erstes nachbacken sollte. Da hat mir die Aktion bei Rebecca von Rehlein backt, gemeinsam die Zeitschrift durchzubacken (was auch den Hashtag #rudelbackenahoi erklärt) - Klick - die Entscheidung etwas erleichtert. Denn mein erster Wunsch, der Oreo-Milchcreme-Kuchen, war leider schon vergeben .... (was aber nicht bedeutet, dass ich ihn nicht doch demnächst backen und hier berichten werde *zuzwinker*).... aber die Hochzeitstorte (eine Motivtorte) von Christine Bergmayer war noch frei! Wenn das mal nicht zu mir passt.


Das Design war etwas Neues für mich. Alles in schwarz-weiß (sogar der Kuchen und die Füllung) und der Fondant handbemalt. Das wollte ich sofort ausprobieren! Natürlich habe ich aber mein eigenes Design auf die Torte gemalt. Ist ja klar, oder?! ;-) Wie gefällt euch meine "Vogelhochzeit"?


Jetzt komme ich aber endlich zum Rezept. Die Hochzeitstorte besteht aus einem dunklen Brownieteig mit einer Cream-Cheese-Füllung! Als ich das las und die zugehörigen Bilder davon in der Lecker Bakery sah, leuchteten meine Augen. Das klingt ganz nach meinem Geschmack. Das Ursprungsrezept einer zweistöckigen Torte, habe ich hier wieder auf eine einstöckige Torte (18er Springform) angepasst, sonst platzen wir hier noch. ;-) 
 
Hochzeitstorte Chocolate and Cream
(18er Springform)

Zutaten:
Für den Brownieteig:
300g Butter, zimmerwarm
300g Zartbitterkuvertüre, grob gehackt
4 Eier
120g Zucker
1 Prise Salz
120g Mehl
2 EL Backkakao
1 TL Backpulver

Für die Füllung:
120g sehr weiche Butter
50g Puderzucker + 50g Puderzucker
400g zimmerwarmer Doppelrahmfrischkäse

Für die Verzierung:
500g weißer Rollfondant
etwas feine Speisestärke
schwarzer Lebensmittelstift

Zubereitung:
Den Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Zwei 18er Springformen mit Backpapier auskleiden (falls nur eine Springform vorhanden ist, dann später den Teig halbieren und nacheinander backen!!!).
Die Butter in einem Topf auf mittlerer Hitze auf dem Herd erwärmen. Kuvertüre dazu geben und unter Rühren schmelzen, dann zur Seite stellen. Eier, Zucker und eine Prise Salz in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Warme Schokoladenbutter dazu geben. Mehl, Kakao und Backpulver mischen und darüber sieben. Mit dem Teigschaber zu einem glatten Teig verrühren.
Teig zu gleichen Teilen in die Springformen geben und ca. 40 Minuten backen.
Die Kuchenformen aus dem Ofen holen, ca. 10 Minuten auskühlen lassen und die Brownies nun auf ein Kuchengitter stürzen. Ca. 1 Std. kalt stellen.

Kurz vor Ablauf dieser Stunde, die Füllung herstellen:
Butter und 50g Puderzucker ca. 5 Minuten weißcremig aufschlagen. In dieser Zeit den Frischkäse mit 50g Puderzucker verrühren, dann esslöffelweise unter die Buttercreme rühren. Zur Seite stellen.
Alle Brownies waagerecht halbieren, alle bis auf einen mit Frischkäsecreme bestreichen und aufeinander setzen. Dabei mit dem unbestrichenen abschließen. Brownietorte rundherum mit dem Rest der Creme einstreichen und mindestens eine weitere Stunde kühl stellen.

Dann den Fondant geschmeidig kneten und auf etwas gesiebter Speisestärke ausrollen. Die Torte damit auskleiden, glatt streichen und überstehenden Fondant mit einem Messer oder Pizzaroller abschneiden. Nun mit schwarzem Lebensmittelstift nach Belieben bemalen.


Ich habe noch ein paar weiße Herzchen auf Draht in die Torte gesteckt, weil mir oben rum noch etwas fehlte. Das machte für mich die Sache rund. ;-)

Und wie gefällt euch so mein liebevolles Gekritzel?



Freitag, 30. Januar 2015

{Rezi-Friday} Schokoladen-Vanille-Torte aus dem Buch "Backen!" von Christine Bergmayer

Falls ihr Christine Bergmayer, alias "Die Zuckerbäckerin", noch nicht kennt, solltet ihr jetzt aufpassen. ;-) Heute stelle ich euch eine Motivtorte vor. Das Design ist von mir, das zugehörige Rezept aus ihrem neuen Buch "Backen!" aus dem Südwest Verlag, worauf ich heute noch etwas näher eingehen will.


Natürlich gibt es auch Fakten und Eindrücke zum Buch! ;-) Und da fangen wir - wie immer - mit der Info vom Südwest Verlag an:



"Endlich, das erste Backbuch von Christine Bergmayer – schon lange ist sie der Geheimtipp in der Konditor-und Backszene. Seit Jahren berät die Konditormeisterin die Besten der Branche beim Backen und entwickelt als Foodstylistin Rezepte für Zeitschriften. Und jetzt kommen auch Sie in den Genuss, ihre wundervollen Rezepte probieren zu dürfen – indem sie selbst zu Hause backen. Mit vielen neuen Rezeptideen, einer Kapiteleinteilung nach verschiedenen Teigarten – vom Biskuit und Brandteig bis zum Rührteig – und einem großen Kapitel mit Profitipps. Christine Bergmayer weiß, dass Backen Geben ist. Und das verpflichtet. „Das Wichtigste beim Backen ist Zeit. Nehmen Sie sich also Zeit. Backen ist wie Yoga“ sagt Christine Bergmayer."



Christine Bergmayer: BACKEN!
Pappband, 280 Seiten, Vierfarbig, 23 x 27,5 cm
ISBN: 978-3-517-09271-3
24,99 Euro

Das Rezept für die Motivtorte habe ich aus dem Kapitel "Rührteige", die für Motivtorten ja wirklich am Besten geeignet sind, denn sie sind schön kompakt und lassen sich dadurch gut eindecken. Im Buch sind die Mengen für eine zweistöckige Torte angegeben. Ich habe es auf ein Törtchen mit 18 cm Durchmesser angepasst.


Hochzeitstorte Schokolade-Vanille
(18er Springform)

Zutaten:
Rührteig:
225g Zartbitter Kuvertüre, grob gehackt
220ml Milch
225g Zucker
150g Butter
3 Eier
240g Mehl
1 EL Kakaopulver
2 TL Backpulver

Füllung:
280g zimmerwarme Butter
250ml Milch 1,5%
Mark von 2 Vanilleschoten
1 EL Vanilleessenz
20g Speisestärke
25g Zucker
etwas Frischhaltefolie
(Alternativ zu Vanilleschoten und Speisestärke könnt ihr auch Vanillepuddingpulver nehmen. Aber glaubt mir, ein Pudding aus Vanille und Speisestärke macht überhaupt nicht mehr Arbeit und schmeckt so viel besser!)

Überzug:
1 Marzipandecke
500g weißer Rollfondant
etwas feine Speisestärke
Deko nach Lust und Laune

Zubereitung:
Kuchen:

Den Backofen auf 160 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen und zwei 18er Springformen (Alternativ reicht auch eine Form, dann aber den Teig halbieren und nacheinander backen) mit Backpapier auskleiden.
Mehl, Kakao und Backpulver abwiegen, sieben und miteinander vermischen.
220ml Milch und 75g Zucker in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Von der Kochstelle nehmen und Kuvertüre unterrühren.
Butter im Wasserbad schmelzen und dann mit 150g Zucker und dem Handrührgerät mehrere Minuten dickschaumig aufschlagen. Nach und nach die Eier dazu geben. Mehlmischung zur Buttermasse geben und mit dem Teigschaber kurz verrühren. Anschließend die heiße Schokoladenmilch zugeben.
Zu gleichen Teilen in die Backformen füllen und ca. 40 Minuten backen. Wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr haften bleibt, dann aus dem Backofen nehmen und beide Kuchen auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Füllung:

In der Zwischenzeit den Vanillepudding kochen, so hat er dann noch Zeit zum Auskühlen, während der Kuchen auch auskühlt. ;-)
Die Milch mit dem Mark der Vanilleschoten und der Vanilleessenz langsam in einem Topf erwärmen. In einer Tasse währenddessen die Speisestärke und den Zucker mit ca. 6 EL warmer Milch (aus dem Topf) mit einer Gabel klümpchenfrei anrühren. Aufgekochte Milch vom Herd nehmen und die Mischung aus der Tasse mit dem Schneebesen unterrühren. Nochmals 2-3 Minuten auf dem Herd bei geringer Hitze köcheln lassen. Dann zur Seite stellen und mit Frischhaltefolie luftdicht bedecken. So entsteht keine "Puddinghaut".
Wenn der Pudding und der Kuchen ausgekühlt sind, die Butter in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Dann die Küchenmaschine auf mittlere Stufe stellen und den Pudding esslöffelweise dazu geben und die Creme gut sechs Minuten dickschaumig aufschlagen.

Zusammen setzen:

Die zwei abgekühlten Schokoladenböden gerade schneiden (falls nötig) und jeweils einmal waagerecht durchschneiden. Auf drei Schokoladenböden insgesamt ca. 2/3 der Creme streichen und übereinander setzen. Mit dem Schokoladenboden, der nicht mit Creme bestrichen wurde abschließen. Dann die Torte mit der restlichen Creme rundum einstreichen. Ca. eine Stunde kühl stellen.
Dann mit der Marzipandecke eindecken. Falls sie bricht ist es nicht schlimm. Ich habe einfach einzelne Marzipanstücke gleichmäßig rundrum an der Torte verteilt.
Dann den Rollfondant auf der mit Speisestärke bestäubten Arbeitsplatte ausrollen und damit die Torte eindecken. Überstehenden Fondant mit dem Messer oder dem Pizzaroller entfernen. Mit dem Tortenglätter alles schön glatt drücken und die Torte nach Lust und Laune dekorieren.
Ich habe zur Dekoration eine kupferfarbene Kamelie, die ich nach Anleitung dieses Buches gemacht habe - Klick - , genommen. Ich weiß, dass Kamelien normalerweise nicht diese Farbe haben, aber mein Tortendesign wollte ich in Kupfer und Weiß halten. ;-)


Nun aber dazu, was ich über das Buch denke:

1.
Der Inhalt ist aufgeteilt in folgende Abschnitte: "Mürbeteig", "Hefeteig", "Geblätterter Teig", "Brandteig", "Biskuit", "Rührteig", "Weihnachten", "Reisegebäck" und "Pimp your cake". In jedem Abschnitt werden erst einmal die Grundlagen zu jedem Teig erklärt und was man bei der Zubereitung beachten sollte. Dann kommen die passenden Rezepte inkl. Bilder.

2.
Zur Vervollständigung gibt es am Ende des Buches ein alphabetisches Register. Perfekt für alle, die etwas Bestimmtes suchen.

3.
Bei fast jedem Rezept steht dabei wie lange sich das jeweilige Gebäck frisch hält. Diese Info finde ich sehr wichtig und wird bei Anderen oft unterschlagen. So kann man sich schön überlegen, welches Gebäck man z.B. für eine Feier vorbereiten kann.

4.
Die Rezepte selbst sind sehr ausführlich beschrieben. Ich habe die Fondanttorte aus dem Buch nachgebacken, aber auch als Deko für diese Torte - Klick - echte Rosen, nach der Anleitung im Buch gezuckert. Das hat alles sehr gut geklappt und ich hatte bei der Anwendung keine Fragen offen.

5.
Der Slogan "Backen ist wie Yoga" finde ich perfekt, denn mir geht es auch so. Nach dem Backen bin ich einfach zufrieden und erfreue mich an dem was ich geschaffen habe. Passend zu diesem Slogan sind im Buch auch sehr viele aufwendige Rezepte enthalten, so dass man eine lange Yoga Sitzung abhalten kann. ;-)

6.
Im Gegenzug sind hier natürlich auch weniger aufwendige Rezepte zu finden, wie z.B. Eierlikör-Gugelhupfe, Erdnuss-Schoko-Kleckse, Brownies mit Cashewkernen oder Löffelbiskuits.

7.
Damit man das Rezept besser einschätzen kann und weiß, wie lange es dauert bis man das Gebackene auf dem Tisch hat, ist im Buch immer die Zubereitungs-, Back- und evtl. Kühl- / Ruhezeit angegeben. Eine praktische Sache.

8.
Einzig gefällt mir die Aufmachung des Buches, d.h. der Style, nicht ganz so gut. Aber das ist meine persönliche Meinung und es kann ja (leider) auch nicht jedes Buch im Vintage Style oder in Pastelltönen daher kommen. ;-)

Im Gesamtergebnis finde ich dieses Buch gelungen für jeden der gerne mehr über verschiedene Teigarten lernen und sie auch verbacken möchte. Das Buch ist für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene geeignet und beinhaltet sehr feine, gelingsichere Rezepte. Ich selbst werde auf jeden Fall noch ein paar Dinge daraus nachbacken und Christine Bergmayer ist mir auf ihrem Titelbild wirklich sehr sympathisch.



- Werbung -
Ich habe diese Rezension freiwillig geschrieben. Auch wenn ich vom Südwest Verlag das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe, hatte das keine Auswirkung auf meine niedergeschriebene Meinung.